Wandern mit Hund im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Schon mal dort gewandert, wo Frau Holle wohnt? Und irgendwie dachten wir immer, dass Frau Holle im Himmel wohnt und die Kissen ausschüttelt, wenn es schneit. Doch weit gefehlt, Frau Holle wohnt in den Bergen und Wäldern des Hohen Meißners!

Genau eine Region, die man vielleicht gar nicht so als Reiseziel betrachtet, weil man immer auf der Autobahn dran vorbei düst ist das Gebiet um den Hohen Meißner. Eingekreist von den 3 Bundesländern, Hessen, Thüringen und Niedersachsen liegt idyllisch der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. Der Geo-Naturpark liegt somit in der Mitte Deutschlands und ist der drittgrößte in Hessen mit einer Fläche von 113.942 Hektar.

Definitiv eine Wanderregion zu der es uns immer noch hinzieht, weil sie erstes nicht überlaufen ist und zweitens für einen kleinen Wochenendausflug optimal geeignet ist.  

Ganze 23 Wanderwege sind vom Deutschen Wanderinstitut als zertifizierte Premiumwege ausgezeichnet.

Die Wege sind bestens ausgeschildert und führen euch auf Pfaden und naturbelassenen Wegen durch herrliche Waldbestände und Landschaften. Hier erlebt ihr ein abwechslungsreiches Wandererlebnis durch die Natur.

Premiumweg P1 Hoher Meißner

Unsere absolute Wanderempfehlung bekommt der Premiumweg P1 am Hohen Meißner. Auf 13km bietet dieser Weg so viel Abwechslung und sehenswertes wie wir selten einen Wanderweg entdeckt haben. Der Wanderweg bietet verschiedene Einstiegsmöglichkeiten und kann problemlos in beide Richtungen gewandert werden!

Dies sind die Höhepunkte die euch erwarten werden: zum einem entdeckt ihr Frau Holle am verwunschenen Frau-Holle-Teich, die Stinkesteinwand und der Kalbesee, welche durch den massiven Braunkohlebergbau entstanden sind. Abwechslungsreiche Wege führen euch über bunte Bergwiesen und durch kühle Wälder, vorbei an der Kitzkammer, am Blockmeer aus Basaltsteinen und durch die Seesteine. Hexenbäume findet ihr hier auch, wenn ihr wisst wie sie aussehen!

Hinweis: Der Weg hat einige anspruchsvolle Teilstücke, mit einigen steilen Anstiegen. Auf den schmalen Pfaden und Natursteinstufen an den Seesteinen ist Trittsicherheit erforderlich, daher solltet ihr feste Wanderschuhe anziehen!

Premiumweg P8 Heiligenberg

Eine kleine Wanderung, mit nur knapp 7 km ist es eher eine Halbtageswanderung, zum Ausklang eines schönen Wochenendes und bevor man nach Hause fährt, ist die Wanderung am Bühlchen optimal. Trotz der wenigen Kilometer bietet auch diese Wanderung euch wieder eine Vielzahl an Attraktionen an. So wandert ihr im Wechsel durch Wald und offenen Landschaften, die mit grandiosen Rundumblicken belohnen. Der Naturschutzgebiet Bühlchen zeigt euch einen artenreichen Magerrasen der Muschelkalkkuppe und erstrahlt im Mai in einem traumhaften Blumen- und Farbenmeer. Hier blühen verschiedenen Orchideenarten mit weiße Berganemonen, kleinen Katzenpfötchen und blauen Kreuzblümchen um die Wette. Dazu kommen duftende Wildkräuter auf denen seltene Schmetterlinge rasten. Im Herbst zeigen sich blau blühende Enziane.

Nach der Hässelkuppe erreicht ihr die Ortsmitte von Weißenbach,am besten reserviert ihr euch einen Tisch in der Jausenstatio. Im Sommer könnt ihr von hier aus Frau Holles Blumenwiese in voller Pracht bewundern. Nach der Pause geht’s den Dornbergpass hinauf, der Anstieg ist knackig, aber die grandiose Aussicht entschädigt euch.

Tipp: Wem die beiden Touren zu kurz sind, sie lassen sich mit einander verbinden! Dazu müsst ihr nur den Streckenweg Ludwigstein-Meißner (LM) nutzen!

Premiumweg P23 Höllental

Die Wanderung ist mit 10km nicht wirklich lang, aber hat einige Höhenmeter im Gepäck. Nachdem wir den Iberg bezwungen haben, wissen wir auch warum er so heißt, dennoch die Tour ist richtig toll und bietet euch historische Höhepunkte wie die Kirchenruine Abtterode aus dem 14. Jahrhundert.

Natürlich darf auf dieser Tour auch die Frau Holle nicht fehlen, daher trefft ihr auf den Abteröder Bär, der mit seiner massiven und markanten Form auf euch wartet. Das Kupferbachtal ist mystisch schön und zeigt euch den Weg zum Iberg. Durch das Höllental gelangt ihr zur Ruine Bilstein, von hier oben habt ihr einen tollen Blick ins Höllental, welches schon wieder auf euch wartet und ihr könnt auch den Hohen Meißner sehen. Das Höllental verlasst ihr und erreicht das Besucherbergwerk Grube Gustav. Über Feldflure und Magerrasenbereiche erreicht ihr den höchsten Punkt der Wanderung, den Krösselberg. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu eurem Ausgangspunkt in Abterode.

Weiter Infos und weitere Wanderungen findet ihr auf der Webseite Naturparkfrauholle

Jetzt folgt eine Unterkunfttipp:

Wir haben mit Dogstours immer in dem niedlichen Ort Großalmerode in der Pension „Zum Goldenen Stern“ (unbezahlte Werbung) übernachtet und von dort aus zu den Touren gestartet.

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