Teutoburger Wald -Wanderserie Teil 4

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Etappenwanderung auf dem Hermannsweg

Letzter Teil der Wanderserie „Teutoburger Wald“. Abschließend zum Wanderserie stellen wir euch noch 3 Abschnitte des legendären Fernwanderweges „Hermannsweg“ als Streckenwanderung vor!

Einer der schönsten Höhenwege in Deutschland, ist der Hermannsweg. Ihr wandert auf den Spuren der legendären Varusschlacht des Cheruskers Hermann aus dem Jahre 9 nach Christus. Ganze 156km schlängelt er sich durch zwei Naturparke, der „Terra Vita“ und dem „Naturpark Eggegebirge“, über den Höhenkamm des Teutoburger Waldes. Er beginnt im münsterländischen Rheine und endet auf dem lippischen Velmerstot. Im gesamten Streckenverlauf begegnet ihr Zeitzeugen aus längst vergangenen Historien.  

Dabei spart der Weg nicht an Sehenswürdigkeiten und historischen Attraktionen. Die bekanntesten werdet ihr auf den 3 Abschnitten erleben. Die Sparrenburg, das Hermannsdenkmal und die Externsteine, sowie die Adlerwarte Berlebeck und das Velmerstot als Endpunkt. Zahlreiche Täler durchschneiden den Gebirgskamm des Teutoburger Waldes, so begleiten euch auch viele historische Stadtkerne, Klöster und Befestigungsanlagen. Immer wiederkehrende Weitblicke in die umliegende Landschaft säumen den Fernwanderweg.

Etappe 1: Bielefeld-Oerlinghausen (17km)

Der Mehrtagesrucksack ist gepackt, für 3 Tage benötigt man eigentlich nicht viel, aber ich verrate euch jetzt schon, bereits nach dem ersten Tag merkte jeder von uns, dass einiges auch zu Hause hätte bleiben können. Dennoch gut gelaunt starten wir in Bielefeld am Parkplatz Zweischlingen, weil wir unbedingt durch den Tierpark Olderdissen wandern möchten um unseren Hunde ihre Vorfahren, am Wolfsgehege zu zeigen. Allerdings interessiert sie das nicht die Bohne, sondern finden es eigentlich blöd, dass sie die ganze Zeit an der Leine laufen sollen.

Es ist Anfang März, die Sonne lacht und die Temperaturen werden an diesem Tag um 15 Grad erreichen. Der erste richtige Berg ist der Anstieg hinauf zur Sparrenburg und spätestens jetzt, sind wir auch dafür dankbar, dass es nur 15 Grad warm ist. Die imposante Burgmauer strahlt in der Frühlingssonne mit uns um die Wette.

Über die Promenade geht es weiter, wir genießen einen letzten Blick auf Bielefeld und passieren die Marke des 52. Breitengrades. Die ersten 7 Kilomater haben wir somit geschafft. In 3 Kilometer erreichen wir den „Eiseren Anton“, die Stahlkonstruktion ist knapp 10m hoch und wir werden hier die erste Rast einlegen.

Die restlichen 7 Kilometer legen wir relativ entspannt zurĂĽck, die Hunde scheine auch nicht mehr so energiegeladen, wahrscheinlich merken sie auch, dass dies keine harmlose Tagestour wird.

Nach dem wir die A2 hinter uns gelassen haben, liegt der Wald wieder still vor uns. Kurz nach Lämmershagen können wir bereits Oerlinghausen sehen und sind froh, dass wir gleich das Gepäck ablegen können.

Unser Hotel, das „Alte Gasthaus Nagel“ liegt optimal und biete nette kleine Zimmer und eine sehr gute italienische Küche. An diesem Abend trinken wir tatsächlich noch zwei Gläser Wein bevor wir eine erholsame Nacht haben.

Erkenntnis des Tages: Der Hermannsweg ist grandios.

Etappe 2: Oerlinghausen –Holzhausen-Externsteine (26km)

Das Frühstück war ausgezeichnet an diesem Morgen, aber da wir wussten, dass dieser Tag fast 26km und einige Höhenmeter für uns bereithielt, machten wir uns auch als bald auf den Weg. Und die Höhenmeter ließen nicht lange auf sich warten. Nach nicht einmal 1,5km haben wir die ersten 100 Höhenmeter hinter uns. Bis Kilometer 15 ist dieser Abschnitt aber eher harmlos und wir genießen den Tag. Die Sonne strahlt auch heute wieder und lässt das frische Grün des Waldes wunderbar leuchten. Am Donoperteich legen wir unsere erste längere Rast ein, denn wir wissen was uns gleich erwartet, der Aufstieg zum Herrmannsdenkmal.

Man könnte hier auch die einfachere Passage wählen, aber wir hatten uns für den steilen Abschnitt entschieden, was definitiv ein Fehler war, denn dabei stellten wir fest, wie anstrengend es ist, einen Mehrtagestouren-Rucksack zu tragen. (Heute ist dieser Abschnitt übrigens eine Downhill-Strecke und daher nicht mehr für Wanderer geeignet)

Wir halten uns nicht allzu lang am Hermannsdenkmal auf, denn vor uns liegen immer noch gute 10km Weg. Der Weg versorgt uns nur noch mit ein paar kleinere Bergen, die uns immer zu phantastischen Ausblicken führen. Nachdem wir die Adlerwarte in Berlebeck passiert haben, denken wir alle zum ersten Mal an diesem Tag, wie schön es wäre hier jetzt das Etappenziel erreicht zu haben. Aber es hilft nichts, noch 5km liegen vor uns und die gehen sanft und stetig Bergauf.

Ziemlich erledigt kommen wir an unserem Hotel „Waldesruh“ an. Nach einem kurzen Nickerchen treffen wir uns zum Abendessen und werden an diesem Abend nicht sehr alt, die Hunde geben auch keinen Laut mehr von sich.

Erkenntnis des Tages: Auch, wenn wir ständig wandern gehen, sind 26km am Stück doch eine ziemliche Herausforderung, für die wir dann doch trainieren müssen.

Etappe 3: Externsteine-Velmerstot (11km)

Heute frühstücken wir ausgiebig, denn die Tour heute hat nur 11km. Allerdings stehen wir schon um 9 Uhr wanderstiefelgeschnürrt vor der Tür und brechen auf, als wenn gestern nichts gewesen wäre.

Die Externsteine begrüßen uns mystisch, noch liegt ein leichter Nebel in der Luft und unterstützt die magische Wirkung der Felsformationen. Noch nie zuvor, wirkten die Steine so zauberhaft, wie an diesem Morgen. Hinter den Externsteine führt uns der Weg direkt hinauf auf den Kamm, dieser liegt noch verschlafen vor uns, der Tau perlt in der Morgensonne – es ist der schönste Moment dieser Tour.

Bereits nach 5Km erreichen wir den Waldgasthof Silbermühle und nutzten dies für ein zweites Frühstück und spätestens jetzt wissen wir, was wir gestern geleistet haben, die Beine sind schwer und bestrafen uns, das wir hier eingekehrt sind, denn ein weiterlaufen wird für uns fast unvorstellbar.

So einfach geben wir dann aber doch nicht auf und finden uns dann alsbald doch auf den zwei Gipfel wieder. Wir genieĂźen den Ausblick vom Holzturm des lippischen Velmerstot und zeichnen mit den Fingern unsere Etappen nach.

Erkenntnis des Tages: Dankbarkeit.

Auch wenn die zweite Etappe anstrengend war, genauso würden wir die Tour wieder laufen. Wer von euch liebt auch Etappenwanderungen und ist bereits den Hermannsweg gewandert? Welche der eigentlich 8 Etappe gefällt euch am besten?

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